Liebe Reilingerinnen, liebe Reilinger.

Der Klimawandel ist längst auch in Reilingen spürbar: heiße Sommer, längere Trockenperioden und mehr Starkregen belasten unsere Gemeinde. Deshalb setzt sich die SPD-Fraktion für einen kommunalen Klimafonds ein.

Mit diesem Fonds sollen gezielt Maßnahmen gefördert werden, die Reilingen lebenswerter und widerstandsfähiger machen – zum Beispiel mehr Bäume und Grünflächen, die Entsiegelung von Flächen, Schatten an Schulen und Kitas oder Projekte zum Regenwasserschutz.

Unser Ziel ist einfach: Heute sinnvoll investieren, damit Reilingen auch morgen ein lebenswerter Ort bleibt. Der Klimafonds schafft dafür eine verlässliche Grundlage und ermöglicht es, Klimaschutz und Klimaanpassung Schritt für Schritt vor Ort umzusetzen.

 

 




Nachfolgend finden Sie unseren Antrag:


Hiermit stellt die SPD-Fraktion folgenden Antrag zur Beschlussfassung an den Gemeinderat:

Der Gemeinderat beschließt die Einrichtung eines kommunalen Klimafonds der Gemeinde Reilingen.

Dieser Fonds unterstützt die Gemeinde bei Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Minderung von Klimafolgen.

Die Mittel für diesen Fonds werden durch Spenden und Beiträge von Bürgerinnen und Bürgern, Firmen und Vereinen aufgebracht.

Der Klimafonds wird als zweckgebundener kommunaler Fonds geführt. Nicht verausgabte Mittel bleiben dem Fonds erhalten und dürfen ausschließlich für Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen in Reilingen verwendet werden.

Über die Vergabe der Mittel entscheidet ein vom Gemeinderat festzulegendes Gremium.

Zur Begründung:

Spätestens der diesjährige Hitzesommer hat gezeigt, dass der Klimawandel keine abstrakte Theorie ist, sondern konkreten Einfluss auf das Leben der Bürgerinnen und Bürger auch in unserer Gemeinde hat. Diesen Einflüssen müssen wir durch eine Vielzahl an Maßnahmen entgegen treten. Angesichts der finanziell angespannten Haushaltslage ist vieles, was wünschenswert ist, durch die Gemeinde selbst nicht zeitnah zu verwirklichen. Gleichzeitig steigt in der Bevölkerung das Bewusstsein, dass gehandelt werden muss. Wir sind überzeugt davon, dass damit auch die Bereitschaft, selbst etwas dazu beizutragen, vorhanden ist. Als gutes Beispiel für eine konkrete Spendenbereitschaft führen wir den Corona-Fonds an, in dem innerhalb kurzer Zeit große Spendenmengen eingingen.

Kurze Bemerkung zum Schluss.

Der Antrag ist mit Absicht kurz gehalten und lässt in der endgültigen Ausformulierung reichlich Platz für Mitwirkung und Konkretisierungen. Wir wünschen uns dafür eine breite Mitwirkung des Gemeinderates, aber auch von sachkundigen Bürgerinnen und Bürgern. Deshalb halten wir auch die Einberufung des Umweltausschusses zur Diskussion konkreter Maßnahmen für wichtig und notwendig.

SPD-Fraktion
Heiner Dorn | Dieter Rösch | Afkan Atasoy | Charly Weibel